szmmctag

  • Was ich einst verloren hab

    Meine Gedanken ruhen still und leise.
    Einsam fallen sie ein Loch hinab.
    Der Weg in meinem Leben eine unbestimmte Reise,
    Trägt in meinem Rücken, was ich zu früh verloren hab.

    Wie weit führt der Weg mich in die Finsternis?
    Wie lange noch trägt er jene Last?
    Hinter welcher Kurve erblicke ich mein Licht?
    Wo bleibt die Sonne, die mit mir Lacht?

    Jeden Abend schließe ich die Augen um zu träumen.
    Ich erinner mich an ihn als Kind, als Jung und als Mann.
    Keine Sekunde dieser Bilder vermag ich zu versäumen.
    Trotzdem habe ich angst, dass ich mich eines Tages nicht erinnern kann.

    Das Bild was ich von meinem Bruder pflege,
    Ist so zarghaft, so unberührt
    Doch wird es euer Handeln sein,
    Das mir eines Tags die Kehle schnürrt.

    Wir als Menschen vergessen oft,
    wie böse wir absichtlich mit dem Leid von anderen spielen,
    Und verfolgen stets nur eines unserer eigenen Zeile.

    Von jedem ruhen die Gedanken still und leise,
    und fallen jenes Loch hinab.
    Der Weg in jedem Leben ist eine unbestimmte Reise,
    Und trägt was man einst verloren hat.

  • Schwesterherz ich hab dich lieb <3

    Schwesterherz ich hab dich lieb <3
    als mein kleiner Bruder gehen wollte

    Vorwort

    Mit dem ersten Wort welches ich schrieb, war mir bewusst, dass es Menschen geben wird, die mir diese Geschichte, meine Erinnerungen, meine Liebe versuchen werden zu zerstören. Sie werden darüber herziehen, werden nicht akzeptieren wollen, dass ich meinem kleinen Bruder ein Buch widme, dass ich ihm mein erstes gebundenes Buch widme. Wisst ihr was?! Es ist mir egal. Ich brauch nicht die Meinung einer Gesellschaft, die Themen, die unangenehm sind, aus ihrem Wortschatz streicht. Ich brauche weder Verachtung noch Zuspruch. Ich will mir einen Ort für meine Trauer, meinen Scherz und meine Gefühle schaffen.
    Ich schreibe ein Buch, weil es mir hilft. Es soll nicht euch helfen, es soll keine wieder Gutmachung sein, es ist auch nicht die Antwort auf das „Warum?“. Dieses Buch soll von einem Leben erzählen. Einem so kurzen Leben, dass es von vielen belächelt werden wird. Ich werde seine Geschichte erzählen, ich werde meine Geschichte erzählen. Ich erzähle euch von meinen Eltern, meinem großen Bruder, meiner gesamten Familie. Ich zeige euch Freundschaft, Verrat, Trauer, Liebe und das Leben selbst.
    Ein unglaublich toller Mensch ist im Alter von achtzehn Jahren gestorben. Nein, er hatte keinen Unfall. Nein, er war nicht todkrank, zumindest nicht so wie von der Gesellschaft todkrank definiert wird. Ich werde es nicht verleugnen, mein kleiner Bruder hat mit Achtzehn sein Leben beendet, weil er ein todunglücklicher, einsamer Mensch gewesen ist. Am siebzehnten November zweitausend vierzehn verloren wir einen Sohn, einen Bruder, einen Enkel, Neffen, Freund. Geblieben sind uns die Erinnerungen, die Liebe, die Trauer, ein Loch.
    Ich möchte meine Erinnerungen teilen, ich möchte der so grauenvollen Welt zeigen, welch tollen Mensch sie davon gejagt hat. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, der Gesellschaft die Augen zu öffnen. Die Krankheit Depression soll nicht mehr belächelt werden. Ich verlange, dass wir als Gesellschaft endlich dieses Tabuthema abschaffen. Erst dann kann es für verlorene Seelen möglich sein, sich zu trauen zu sprechen.
    In diesem Buch werde ich weinen, lachen und leiden. Ich werde mich erinnern, ich werde lieben, ich werde mit diesen Worten beginnen zu verarbeiten. Immer wenn ich mit meinen Mitmenschen nicht reden möchte...kann, habe ich ein Ort den Worten in meinem Kopf eine Form zu geben. Anschließend, kann ich diese Worte nehmen und euch zeigen, denn auch wenn ich mal schweige, lache und es mir gut geht, ist der Schmerz nicht vorbei.
    Ich möchte mit diesem Buch für meinen kleinen Bruder nicht nur mir helfen, ich möchte anderen Eltern, Geschwistern, Familien und Freunden zeigen, dass sie mit ihrem Schmerz nicht alleine sind. Hendrik ist ganz gewiss nicht das einzige Kind, dass von uns ging, weil die Aufgabe Leben zu unerreichbar schien.
    Es wird der Tag kommen, an dem wir alle gemeinsam die letzte Seite aufschlagen und dann haben wir begriffen. Egal wie wir es drehen oder wenden, es geht einzig und allein darum unserer Seele begreifbar zu machen, was so unwirklich erscheint:

    Die Tatsache, dass ein Kind sich das Leben nimmt.

  • 17.11.2014

    Ich wünschte ich würde träumen. Ich wünschte ich könnte erwachen aus diesem Horror. Ich wünschte, ich könnte jetzt seine Nummer wählen und am anderen Ende seine Stimme hören. Doch ich würde nur hören: "Ihr gewünschte Gesprächspartner ist vorüber gehend nicht zu erreichen." Seine Nummer werde ich nie wieder wählen können und ich bin immer noch total schockiert. Ich möchte doch nicht meinen kleinen Bruder mit achtzehn Jahren schon zu Grabe tragen. So funktioniert es nicht. Da fehlen noch min 50 Jahre. Bitte versteht es falls ich erstmal nicht mehr so viel schreiben werde.

    Am 17.11.2014 ist mein kleiner Bruder im Alter von 18 Jahren verstorben und ich darf ihn in den nächsten Tagen zu Grabe tragen. Ich kann ihn nicht zurück hohlen und weiß noch nicht, wie ich damit umgehen werde.

    Heute tut es mir weh, Morgen tut es mir weh, immer wird es weh tun. Ich bin wütend, ich bin traurig. Ich begreife nicht warum. Irgendwann schließe ich vielleicht damit ab, aber vergessen werde ich dich nie. Ich habe dich gestern geliebt, ich habe dich heute geliebt und ich werde dich ewig lieben. Ich hoffe du bist jetzt glücklich, da wo du jetzt bist und hast deinen Frieden gefunden.

    Heute tut es mir weh, Morgen tut es mir weh, immer wird es weh tun. Ich bin wütend, ich bin traurig. Ich begreife nicht warum. Irgendwann schließe ich vielleicht damit ab, aber vergessen werde ich dich nie. Ich habe dich gestern geliebt, ich habe dich heute geliebt und ich werde dich ewig lieben. Ich hoffe du bist jetzt glücklich, da wo du jetzt bist und hast deinen Frieden gefunden.

  • Tausend ihrer Worte, Dritter Brief

    Und weiter geht es mit "TIW". Viel Spaß beim lesen. Ihr dürft kommentieren, kritisieren und Fragen stellen.

    Grüße NovissimaNox

    Dritter Brief

    Konnte man schon immer auf jemanden gewartet haben, die Person dann finden, auch wenn sie längst fort war und dann diesen Menschen lieben? Ich bin mir nicht mal wirklich im Klaren, ob es wahrhaftig Liebe ist oder einfach nur die Bewunderung ihrer Selbstdisziplin. Wer kann schon so etwas, so lange verbergen, ohne in der ebene seiner Gefühle schaden zu nehmen.
    Meine Gedanke fangen an zu wandern. Sie ändern sich, die Sichtweise über die Gesellschaft beginnt sich zu ändern. In meinem Bewusstsein erwacht ein neuer Mensch und dieser bin denke ich mal, ich. Zu wissen, wie viel Energie Luisa aufgebracht haben muss, um uns alle zu täuschen, zu wissen, wie viel leid ihr widerfahren ist und wie oft sie trotzdem für jeden gelacht hat, lässt mich still und langsam begreifen, wie stark, sie eigentlich gewesen sein muss.
    Mein nächster Schritt. Sein Grab. Als ich vor einiger Zeit bei Maria war, ließen wir diesen Ort aus. Auf der anderen Seite wollte sie mich dort nicht hin begleiten und auf der anderen wollte ich ihm die ehre zu kommen lassen, die er verdiente. Also machte ich mich ein weiteres mal auf den Weg nach Domringen. Diesmal übernachtete ich in der Jugendherberge unweit vom Friedhof. Schlafen schien mir unmöglich. Ich wälzte mich von der einen Seite auf die andere. Das Bett war gewiss nicht unbequem, aber mein Inneres war nervöser als je zu vor. Ich würde irgendwo an seinem Grab einen Brief finden und in diesem Brief würde sie ihr Herz ausschütten. Ich würde lesen müssen, wie das Mädchen, dass ich liebte schon immer einen anderen geliebt hat. Böse kann ich Luisa deswegen nicht sein. Ich kannte Joshka nicht, aber ich werde ihn vermutlich kennen lernen mit Luisas Augen. Meinen Größten Rivalen in all dieser Zeit.
    Nachdem ich mir die Nacht um die Ohren geschlagen habe und auch meinem Magen die Zufuhr von Nahrung nicht zumuten wollte machte ich mich auf den Weg. Etwa fünfzehn Minuten Fußmarsch hatte ich vor mir. Das mulmige Gefühl, welches sich bereits in den frühsten Morgenstunden bemerkbar gemacht hatte, braute sich so langsam aber sicher zu einem richtigen Magengewitter zusammen. Je näher ich dem Friedhof kam desto schlimmer wurde es. Sollte ich umdrehen und gehen? Und vielleicht lieber später noch einmal herkommen, wenn ich mehr Briefe kenne und mich deutlich mehr in Luisas Welt zurechtfand? Solche Gedanken quälten mich in diesen Tagen, aber ich wusste, wie unfair es Joshka gegenüber gewesen wäre, umzukehren und ihn noch länger warten zu lassen. Ich überwand meine Zweifel und meine Magenschwächen. Wie viele Minuten ich noch vor dem Eisentor zum Friedhof stand, weiß ich heute nicht mehr. Es war lange, sehr lange.
    Ich mochte Friedhöfe noch nie und Gang für Gang abzulaufen auf der Suche nach Joshkas Grab gefiel mir noch weniger. Geburtsdaten, Sterbedaten, Namen. Ich las sie auf und ab. Jeder Grabstein war individuell. Manch einer war schlicht nur mit Namen und Daten. Andere hatten Rosen, Engel oder ähnliches mit eingraviert. Selten gab es auch einen kurzen Spruch. Als ich an den Kindergräbern vorbei kam hielt ich einige Minuten inne. Es war traurig zu wissen, dass diese kleinen Wesen nur ganz kurz unter uns weilen konnten und mochte mir gar nicht ausmalen selbst in der Situation sein zu müssen, mein eigenes Kind zu begraben und trotzdem tat ich es.
    Die Suche zog sich noch eine ganze Weile hin und ich war froh kaum jemandem über den Weg zu laufen, der mir dabei zu schauen konnte, wie ich systematisch den Friedhof auf und ab ging. Ich denke, es hat sehr armselig ausgesehen.
    Schließlich fand ich wonach ich suchte. Ich muss eingestehen, dass es mich überrumpelte so plötzlich vor Joshka zu stehen. Auch wenn ich nach ihm gesucht hatte, irgendwie ging es mir zu schnell. War ich denn überhaupt darauf vorbereitet? War schon bereit für den Nächsten Brief?
    Als erstes suchte ich sein Grab mit den Augen ab, mir viel jedoch nichts Merkwürdiges auf, worin man einen Brief verstecken könnte. Es sah nun mal aus wie ein Grab, welches gepflegt und regelmäßig besucht wurde. Ich hockte mich hin, weil ich glaubte vielleicht etwas übersehen zu haben, aber auch so konnte ich nichts erkennen. Prüfend schweiften meine Augen noch einmal über den Grabstein. Nichts. War ich jetzt tatsächlich gezwungen mit den bloßen Händen auf einem fremden Graben herum zu drücken? Mir graute es davor und ein eiskalter Schauer durch fuhr meinen Körper.
    Manchmal erstaunte mich meine Schusseligkeit selber. Selbstverständlich hatte ich noch nicht hinter den Grabstein geschaut und dort stand sie. Die kleine bemalte Schatulle. Sämtliche Farben waren in undefinierten Formen waren darauf verewigt wurden. Ich konnte vorstellen, dass diese abstrakte Kunst Luisas Geschmack traf, aber sicher wissen konnte ich es selbst verständlich nicht wissen. Mit einem leisen Klick öffnete sich das Döschen und ich faltete die Papiere aus einander...

    An mein Herz, meine ewige Liebe, an Dich,

    Ich vermisse dich so unendlich dolle. Du wurdest mir so plötzlich entrissen und ich verzweifel an dem Versuch dich zu vergessen. Tag für Tag zerbreche ich. Mein Herz, es zerreißt. Meine Seele, die zerbricht und ich, ich friere ein. Ich klammer mich an den Gedanken jemanden zu finden, den ich lieben könnte oder eventuell auch nur jemanden zu finden, der mich liebt. Ich klammer mich an eine Hoffnung, die nicht existieren kann, weil ich weiß, für mich gibt es nur dich.
    Ich wünschte ich könnte mich an dein Lachen erinnern und nur dieses sehen, wenn ich an dich denke, doch sobald ich meine Augen schließe, sehe ich dein Gesicht und der letzte hauch deines Lachens wird von deinem letzten Blick zerstört. Jedes Mal kommen mir die Tränen. Immer wieder diese Straße. Immer wieder der selbe Film. Er läuft auf einer Endlosschleife, als wäre es eine Platte mit einem Sprung.
    Du drehst dich zu mir um, um mir zum Abschied zu winken. Machst ein zwei Schritte rückwärts auf die Straße. Der letzte Hauch deines Lachens wird dort immer wieder zu deinem sterbenden Blick. Ich höre nur ein Quietschen von den Reifen des Autos. Stürze auf die Knie und beuge mich zu dir runter. Ein letztes Mal spüre ich den Druck deiner Hand in meiner. Du öffnest den Mund, willst mir etwas sagen, doch du spuckst nur noch Blut. Ich streiche dir die Blut verschmierten Haar aus der Stirn. Beuge mich zu dir hinunter und flüstere dir ununterbrochen zu, dass wir das schaffen. Du müsstest nur noch ein bisschen warten. Hilfe würde gleich kommen und dass du mich nicht verlassen dürftest.
    Du schaffst es noch einmal deine Hand zu heben und mir über die Wange zu streichen. Ich höre von dir ein ganz leises „Ich liebe dich.“ In dem Moment höre ich in der Ferne die Sirenen, doch dein Arm sinkt schlaff auf meine Schulter nieder und ich sehe wie dein Augenlicht beginnt zu schwinden. Ich fange an zu weinen. Stumm fallen meine Tränen auf dein Gesicht und befeuchten deine Wangen. Es sieht so aus als würdest du mit mir weinen, aber ich weiß, du tust es nicht. Du wirst es nie wieder tun.
    Ich blende alles aus. Wie der Krankenwagen hielt und die Notärzte ausstiegen, nahm ich nicht mehr wirklich war. Ich befand mich in einem Nebel und mein Blick sprang verwirrend über das Szenario. Ich ließ mich von einem Rettungsassistenten zum Krankenwagen bringen. Er setzte mich hin und wickelte eine Decke um meine Schultern. Er sah mich mit durchdringenden Blick an und ich sah, wie seine Lippen sich bewegten, er schien mit mir zu sprechen. Hören konnte ich ihn nicht. Er leuchtete mir in die Augen und plötzlich auf einen Schlag war alles wieder da. Die Geräusche, die Gerüche, die Erkenntnis, dass du in meinen Armen gestorben warst. Mit meinen Augen suchte ich dich, doch du warst nirgends zu finden. Ich begann panisch zu werden. Ich suchte das Auto und danach den Fahrer. Das Gesicht, ich wollte es sehen, mir einprägen. Ich wollte die Person hassen, die mir dich weggenommen hatte.
    Als ich sie fand, wollte ich es nicht mehr wissen, denn wer da saß und von einem Polizisten befragt wurde, war der mir wichtigste Mensch nach dir. Unweit von mir saß meine in Tränen aufgelöste beste Freundin. Maria. Sie spürte meinen Blick. Verstummte sofort und wollte zu mir rüber kommen, doch der Polizist hielt sie zurück. Ich sah ihr an, wie leid es ihr doch tat. Ich sah ihr an, wie verzweifelt sie doch war. Ich sah ihr an, dass es keine Absicht gewesen war. Ich wende mich ab und wache auf.
    Seit jenem Tag meide ich die Straße. Seit jenem Augenblick kann ich meiner besten Freundin nicht mehr in die Augen schauen. So sehr ich mir auch wünsche, ich könnte ihr verzeihen, mein Herz erlaubt es mir nicht. Ich gebe mich stark. Ich rede mit ihr. Ich lache mit ihr. Ich belüge sie mit dieser Maske, damit sie weiterhin ihre beste Freundin hat.
    Jede freie Minute verbringe ich seit deiner Beerdigung an deinem Grab. Ich bringe dir jedes mal Blumen und im Winter brachte ich ein kleines Licht. Ich erzählte dir so viel und hoffte all die Monate, dass du mich hören würdest. Du hinter der nächsten Ecke stehen würdest. Lachst und mich in den Arm nimmst. Ich möchte von dir getröstet werden. Die Zeit, die wir nicht haben konnten in einander verliebt zu sein, möchte ich wieder haben. Eine Chance mit dir glücklich zu werden. Wir haben es nie zugelassen ein Paar zu werden, obwohl wir wussten, wie sehr wir uns liebten, Die Angst vor dem Verlust war zu groß und heute ist mein Verlust größer, als die Angst, die ich damals hatte.
    Es dauerte nicht lange und schon zogen meine Mutter und ich in die nächste Stadt. Sie entriss mich aus meinem kleinen Schloss in den Wolken, wo ich noch jeden Tag mit dir verbrachte. Mir wurde mehr denn je schmerzvoll bewusst, dich gibt es nur noch in meinem Herzen. Obwohl ich schon oft mit meiner Mum umgezogen war, war dieser Neubeginn für mich am schwersten. Sie meinte immer wieder nur zu mir, es sei wichtig, dass ich in ein neues Umfeld komme. Die Psychologin habe ihr geraten von Domringen weg zu ziehen. Aber von dort wegzuziehen bedeutete für mich nicht nur dich gehen zu lassen, sondern dich vergessen zu müssen. Wie hätte ich mich auf andere Personen einlassen sollen, wenn du immer noch jeden Tag, jede Sekunde mein Herz blockierst. So lies ich dich also endlich ziehen, damit von da oben über den Wolken in unserem kleinen Schloss auf mich warten kannst. Du bist der Prinz aus meinem Leben, der auf einem weißen Hengst geritten kam. Mich aus den Fängen meiner Träume befreite und mir zeigte, wie man sein glücken alleine fangen kann. Joshka ich liebe dich. Ich liebe dich mehr als ich je jemanden lieben konnte. Ich werde dich auch weiterhin mehr lieben als sonst jemanden, aber ich habe verstanden, dass ich so lange ich lebe nur glücklich sein kann, wenn ich jemanden finde, der mich liebt. Du hast mir das gezeigt und dafür bin ich dankbar. Bitte warte auf mich, bis ich zu dir komme und dann werden wir all die Jahre nachholen, die wir nie zusammen hatten.
    Ich bin deine Rosenknospe aus Licht und Wärme, die du mit deiner Liebe, deinem Verständnis und deinem Leben zum leuchten brachtest. Du warst der Mensch aus meinem Leben der sich an meiner Wärme nicht verbrannte, sondern lernte das Feuer zu bändigen. Mit deinem Tod erlosch ein großer Teil von mir und meine Welt begann in Dunkelheit zu ertrinke und durch die ewige Kälte steht mein Herz langsam still.

    Deine kleine dich liebende Miss.

    Ich holte endlich wieder Luft. Ich saß auf einer Bank, an einem Grab von einem Menschen, den ich eigentlich gar nicht kannte. Ich weinte, weil ich weiß, wie schlecht es Luisa ging, weil ich erfahren habe,welchen Schmerz sie mit Domringen verband. Mir wurde durch den Brief an Joshka bewusst, warum Luisa so selten über ihn gesprochen hatte. Wir, die nach ihm kamen, hatten keine Chance mehr ihr Herz zu erobern, denn sie hatte es bereits für immer vergeben. Irgendwie stimmte mich der Gedanke traurig. Ich hätte Luisa also die Welt zu Füßen legen können und geliebt hätte sie jemand anderen.

    An meinen Zauber der Vergangenheit, meine Prinzessin in ihrem Schloss,

    Ich bin mir ganz sicher, dass ihr beide dort oben in eurem Schloss über den Wolken nun glücklich seid. Ich hoffe du vergisst mich nun nicht, jetzt wo du wieder bei ihm bist. Für mich bleibst du immer ein Teil meines Lebens. Du hattest ein Herz im Sturm erobert und bleibst ein Zauber an den ich mich gerne erinnere. Auch wenn ich nicht dein Mr Right bin, so warst du jedoch meine Miss. Ich vermisse dich Luisa. Ich werde dich nicht vergessen, aber ich werde anderen Menschen versuchen eine Chance zu geben. Ich möchte ein Leben haben. Ich werde jemanden finden mit dem ich alt werde und wenn ich dann irgendwann nachkomme, stelle ich sie dir vor und ich bin mir sicher, sie wird dir sehr ähnlich werden. Ich werde dich immer in Erinnerung behalten, denn du warst meine Rosenknospe aus Eis.
    So lange du bei uns warst, bei mir und all deine Freunde, die du hier fandest, hast du von einer Welt geträumt, die keiner von uns kannte. Ich hätte sie gerne kennen gelernt, diese Welt von der du träumst.

    Ich verließ Domringen ein letztes Mal und kehrte nie mehr zurück. Mit Maria stand ich noch einige Jahre in Kontakt, aber wir lebten uns aus einander. Sie zog in die weite Welt hinaus und lebte Luisas Traum. Einige Karten erhielt ich zu Beginn ihrer Reise noch, aber irgendwann bekam ich keine mehr. Ich begann mein Studium und begann zu arbeiten. Ich lernte jemanden kennen und baute mir mein Leben auf.
    Die nächsten Briefe zu finden gestaltete sich schwieriger. Luisa hatte diese Personen mir gegenüber nie erwähnt und eine von ihnen, war eine auch für sie fremde Person gewesen. Der Zufall wählte ihn. Er war alt. Er war liebevoll. Er brachte mich auf die Idee ihre Briefe zu veröffentlichen und so wird er die Nächste Rolle in Luisas Stück besetzen.

  • Mein "Kalter Hund"

    Hey ihr da draußen im großen World Wide Web!

    Hat euer Tag genau so kreativ begonnen wie meiner?! :-)

    Heute morgen habe ich noch ganz lange geschrieben. z.B. An TIW. Da werde ich die Tage den dritten Teil veröffentlichen. Ich hoffe ihr freut euch drauf. Zwei Gedichte habe ich auch noch verfasst. Eins muss ich noch, denn ich werde die drei zu einem Jungautoren Wettbewerb einreichen. Am liebsten würde ich sie euch ja schon zeigen, aber leider darf ich das erst, wenn der Wettbewerb vorüber ist. Mal schauen wie weit ich komme. :-D Drückt mir die Daumen.

    Danach habe ich im Kühlschrank geschaut was mein "Kalter Hund" so treibt. Tatsache!!! Er ist fest geworden. :-D heute nacht sah das nämlich nicht danach aus. :-O

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    Ich würde sagen sieht gut aus. :-) Ich zwar nicht ganz so aber zur Verteidigung: Ich bin da gerade erst aufgestanden. Jetzt bete ich nur noch, ihn nachher im gesamten Stück aus der Form zu bekommen. Falls jemand von euch den schon immer mal machen wollte, so habe ich es gemacht:

    Rezept: Kalter Hund

    Zu erst benötigt ihr etwa 1 1/2 Packungen Butter Kekse. Auf 600g Kuvertüre kommen 200ml Sahne und 250g Butter. Zu guter letzt noch eine Kuchenform, am besten Kastenform, da die Kekse ja auch eckig sind und ganz viel Frischhaltefolie.

    Beginnt damit die Kuvertüre klein zu machen und mit einer Schale/Topf im Wasserbad zu schmelzen. Während ihr darauf wartet, dass die Kuvertüre flüssig wird, könnt ihr bereits anfangen die Kuchenform mit Frischhaltefolie auszukleiden. Das Auskleiden der Form dient lediglich dafür im nachhinein den "Kalten Hund" besser aus der Form zu bekommen.

    Sobald die Kuvertüre komplett geschmolzen ist, rührt ihr die Sahne unter und nach und nach in kleinen Stückchen die Butter. Rührt nun so lange, bis die gesamte Butter sich aufgelöst hat und alles zu einer glatten Masse vermengt wurde. Es ist wichtig die gesamte Butter komplett aufzulösen, damit ihr am Ende im fertigen Kuchen keine Butterlöcher habt. Niiiiiicht lecker!

    Wenn ihr das alles gemacht habt geht es los. Im Wechsel Schoko und Kekse in die Form stapeln. Dazu tragt ihr zu erst eine Schicht von der Schoko-masse auf den Boden auf. Danach folgt eine Schicht Kekse und dann wieder Schoko und so weiter. Ihr macht den Wechsel so lange, bis die Schoko-masse alle ist oder die Form zu Ende. Damit es besser aussieht sollte die oberste Schicht auch wieder Schoko sein.

    Danach die Form für mindestens 6 Stunden in den Kühlschrank stellen. Am besten über Nacht, dann will man auch nicht dauernd hinrennen und schauen, wie fest es schon ist. ;-)

    Hinweis:
    Die Kastenform wird nach oben hin breiter. Damit nicht zu viel Schoko-masse aufgebraucht wird, kann man die Kekse ruhig brechen und anstückeln. Fällt später eh nicht auf. :-)

    Viel Spaß beim Backen. :-)

  • Tic-Tac-Toe am Straßenrand

    Tic-Tac-Toe am Straßenrand

    Es war früher Abend in Renuy einer kleinen Stadt am Meer. Der Sommer war schon fast vorbei. Man merkte es. Eine leichte, kühle Brise wehte durch die Straßen. Die warmen, sonnigen Tage würde sich schon bald dem Ende zu neigen und dann würden die Straßen von Renuy, die jetzt von Touristen und den Bewohner überrannt wurden, still und einsam in der Dunkelheit daliegen. In all diesem Getümmel aus Menschen lies sich auf dem Marktplatz am Rand des Brunnens ein kleiner Junge mit schwarzem, lockigem Haar aus machen. Er war gerade mal sieben Jahre alt. Er saß dort und scharrte mit dem Füßen im Dreck und wirbelte dadurch kleinere Staubwölkchen auf. Sein Blick ruhte in der Ferne auf dem Hafen, mit seinen fünf Segelbooten und dem Meer, welches im Horizont verschwand.
    Er gehörte zu dieser kleinen Hafenstadt. Seine haut war von den warmen, sonnigen Tagen des Alltags ganz braun gebrannt. Er sah nicht aus wie diese Touristen, die für ein paar Tage oder zwei Wochen sich hier aufhielten und den Strand, das Meer und die idylische Ruhe genossen.
    Kaum einer der Passanten schien den kleinen Burschen zu beachten. Nur selten wanderte ein Blick hinüber zu diesem Jungen und dann waren es meistens die Blicke irgendwelcher Urlauber, die etwas pikiert drein schauten. An ihren Augen konnte man ablesen, dass es sie entsetzte, dass ein Kind solchen Alters alleine auf dem Marktplatz saß. Doch in Renuy war es normal. Kinder tollten umher, wie verrückt gewordene Affen. Sie rannten durch die Straßen und waren oft bis tief in den Abend hinein unterwegs und kamen Abends müde und erschöpft nach Hause. Fielen anschließend ins Bett und am nächsten Tag war es das selbe Prinzip. Tag für Tag.
    Der kleine Junge lies seinen Kopf sinken und betrachtete seine Füße. Er trug keine Schuhe. Seine Fußsohle war ganz schwarz vom Dreck, der Straße. Er würde heute nicht Hause kehren zu eine Mutter oder einem Vater. Er war allein und erinnerte sich kaum an jemanden aus seiner Familie. An einen Onkel vielleicht, aber sicher war sich nicht, ob dieser Onkel eventuell auch nur seiner Fantasie entsprungen war. Jeden Tag saß er an diesem Brunnen. Jeden Tag beobachtete er die Leute die vorüber gingen und inzwischen kannte er von den einheimischen jeden...

    Fortsetzung folgt...

  • So little time...

    Hey ihr da draußen :-)

    Ich bin endlich wieder on line :-P

    Ich hoffe ihr habt mich vermisst. Ich auf alle fälle euch. Es gibt sooo viel zu erzählen, aber wisst ihr was?! Ich kann es ganz kurz zusammen fassen. Mir geht es gut!! Naja also natürlich habe ich auch noch den einen oder anderen Tag der mies läuft, aber im großen und ganzen geht es mir gut. Wie ich neulich auf facebook gepostet habe:

    "Lulu NovissimaNoxblog: optimistisch

    Und wenn ich auf die Knie falle, steh ich auf dreh mich um und schubse das Schicksal den Berg herunter und rufe hinterher: " Ey du sau des ist meine Aussicht!! Bin nicht umsonst die ganzen Jahre geklettert!!"

    Ich glaube das trifft am ehesten zu. Hm,.. sollte dazu mal eine Karikatur anfertigen :-D

    Der für mich am wichtigste Moment der letzten Wochen... Monate (?) war der, als ich meine "Fedia" abgeschlossen habe und gehen lies. Fedia war der Teil von mir, der mir sehr geholfen hat. Das Buch an dem ich lange schrieb, die Mauer die mich beschützte, der Engel, der mich rächte. Fedia war schlicht weg mein Eigenschutz. War....nein ist. Auch wenn ich sie heute nicht mehr brauche, so bleibt sie ein Teil von mir und ich bin froh, dass ich sie all die Jahre hatte. Ohne sie wäre ich heute nicht so stark, wie ich es bin. Ich weiß, dass ich manchmal sehr zerbrechlich wirke und dass meine Texte alle sehr emotional und traurig-depressiv sind, aber dass mag daran liegen, dass ich auch dies sehr lange war. Mir fällt es dadurch sehr leicht solche Texte zu schreiben, da ich mich aufgrund eigener Erfahrungen besser hinein versetzen kann. Ich werde auch weiter solche Texte mit Herzblut schreiben und jeden von ihnen lieben, nur habe ich inzwischen die Wahl, wenn es mir zu viel werden sollte, das Buch zu schließen, denn es sind endlich nur noch Geschichten und nicht mehr meine Geschichte.

    Ich hoffe das ich endlich diesen Blog hier so führen kann, wie ich es mir wünsche, aber ich werde es euch nicht mehr versprechen. Ich schaffe es auf Grund von Zeitmangel eh nie regelmäßig zu schreiben. Am besten brauche ich einen Tag von min 48 Stunden, aber ich denke, auch der würde irgendwann nicht mehr ausreichen. Menno! :-( :-D

    Einen schönen Abend wünscht euch

    NovissimaNox

  • Tausend ihrer Worte, Zweiter Brief

    Nach ewig langer Pause endlich der zweite Teil von "Tausend ihrer Worte". Ich entschuldige mich noch ainmal bei euch, dass es tatsächlich so lange gedauert hat, aber ich war nie ganz zu frieden. Jetzt ist es etwa so wie es mir gefällt. Viel Spaß beim Lesen.

    NovissimaNox

    Zweiter Brief

    Nachdem Besuch bei Luisas Mutter lies ich einige Zeit verstreichen, bis ich mich auf den Weg machte, mir den Dritten ihrer Briefe anzueignen. Ich wollte so lange warten, bis ich gedanklich alles soweit verarbeitet hatte, wie es mir nur möglich war. Denn diese Worte, die ich finden würde, waren zu wertvoll, als das ich sie mit beschmutzen und gefangen Gedanken hätte lesen wollen. Mein Verlangen nach Luisa wuchs mit jedem Tag der verstrich und ich fand es schon fast erbährmlich, wie ich anfing mich in einen verstorbenen Menschen zu verlieben, oder war ich es schon immer gewesen? Verliebt in sie?
    Den Nächsten Menschen, den ich besuchen würde, war ihre beste Freundin und im Nachhinein wundert es mich nicht, dass nur Maria, diese Ehre hatte tragen dürfen. Wer Maria war oder genau genommen ist, kann ich nur schwer zusammenfassen. Doch glaube ich, dass es auf dieser Welt einfach solche Menschen gibt, die jeden akzeptieren und von jedem akzeptiert werden, aber nur einen Menschen haben, den sie wahrhaftig lieben. Maria liebte Luisa. Luisa liebte Maria. Die beiden Mädchen waren unzertrennlich. Sie liebten einander wie Schwestern und noch viel weiter. Ich wünschte, ich hätte beide gemeinsam mal erleben können.
    Als ich Maria kennen lernte, war ich fasziniert von ihrer Stärke, von der Art und Weise, wie sie mit dem Tod von Luisa umging. Maria betrachtete Luisas Tod keineswegs als Schicksalsschlag sondern als neu Beginn. Sie erzählte mir, den einen Abend wo wir zusammen auf dem Dach des Hochhauses saßen und versuchten die Sterne zu finden, dass sie nicht glaube, dass Luisa uns verlassen hätte: „Alex, sie hat uns nicht im Stich gelassen. Sie hat nur Flügel bekommen und wacht nun mit Adleraugen über uns. Weißt du, von da oben, kann sie besser auf uns aufpassen und sollte uns etwas passieren, dann würde sie uns retten. Sie ist doch meine kleine Schwester. Bevor sie mich alleine lässt nimmt sie mich mit, wohin auch immer ihr Weg sie tragen würde.“ An diesem Abend sah ich das einzige Mal Tränen in Marias Augen. Ich kann nicht einordnen ob es mich schockiert, dass Maria so selbstbewusst daran glaubt, dass Luisa noch unter uns weilt oder ob ich schockiert war, dass ich ihr geglaubt habe, weil ich selber das Gefühlt hatte Luisas Anwesenheit an manchen Tagen doch noch zu spüren.
    Ich weinte über die tausend Worte, die Luisa Maria schenkte, denn sie sprachen aus dem tiefsten Ort ihrer Seele, so dass nur Maria ihre wirkliche Bedeutung verstand.

    An meine Freundin, meine Schwester, meinen Engel dieser Welt,

    Wenn ich jemanden vermissen würde, an dem Ort an den ich mich begeben werde, dann wäre es dich. Unsere gemeinsame Zeit war kurz und fühlt sich dennoch wie eine Ewigkeit an. Dich nicht bei mir zu wissen zerreißt mich stündlich. Blicke ich aus dem Fenster so sehe ich, wie die Welt weint, weil du nicht bei mir bist. Ich spüre, wie auch du aus deinem Fenster blickst und dein Herz mich vermisst. Erinnere ich mich zurück an unsere Tage, lache ich, weine ich, liebe ich, vermisse ich, doch vor allem lebe ich. Du bist die Farbe in meinen Bildern. Du bist mein Licht in dunkler Nacht. Du bist mein Herzschlag in dieser Welt. Du bist mein Atem für mein Leben. Du bist die Schwester, die es nirgends sonst gibt. Du bist die Musik, die ich mir wünsche. Du bist mein Fels in der Brandung, der mich hält, falls ich drohe zu ertrinken. Du bist die Hand, die mich findet, wenn ich im Nebel stehe. Du bist der Mensch, der mich bedingungslos liebt.
    Am ersten Tag in der Schule, einer dieser vielen ersten Tage in neuen Klassen, kamst du direkt auf mich zu. Du zeigtest mir die Räumlichkeiten, du gabst mir eine Freundin für den ersten Tag, die erste Woche und noch viel länger. Wir lachten viel zusammen. Lästerten über die aufgestylten Mädchen unserer Jahrgangsstufe und begriffen nie, warum diese armen Dinger sich das Tag für Tag aufs neue antaten, nur um den Jungs zu gefallen. Wir waren durch und durch beste Freundinnen. Du vertrautest mir alles an. Jedes deiner Probleme, jede dich belastende Sorge, jede Kleinigkeit, die dich zum lachen brachte und warst stetig darauf bedacht, mir ein Gefühl von Wohlbefinden und Vertrauen zu vermitteln. Ich weiß, dass du mir blind vertraut hast. Selbst mitten in der Nacht war ich für dich erreichbar und gab dir eine Schulter, eine Hand, ein Herz, dass dir fraglos lauschte, dich tröstete und dich in meinen Armen wiegte.
    Ich weine jetzt, weil ich weiß, dass ich einen Menschen verliere oder eher gesagt mich von einer Person verabschieden muss, die ich so sehr liebe, dass es mir weh tut. Das ich mich von der Brücke abwenden muss, von der ich glaubte, dass sie mir so viel Halt geben könnte. Doch brennt diese Brücke gerade jetzt in diesem Moment unter meinen Füßen weg. Es tut mir Leid Maus, aber ich habe zu wenig Kraft.
    Du warst für mich da in der ganzen Zeit, wo mit Joshka ein Teil von mir starb. Es waren deine Worte, die nicht lange zurück liegen. „Ich dachte, du wärst damals gestorben...und hatte angst, dass du es heute wieder bist.“ Es war der Tag an dem Joshka und ich nicht nur einen Streit hatten, sondern unsere Wege sich für immer trennen mussten. Ich verlor meine geliebten Bruder, die Liebe meines Lebens an den Alkohol und seinen Leichtsinn. Ich war in seinen Armen einmal gestorben und der letzte Teil Maria, starb in den armen von dir.
    Ich verbarg mich noch mehr denn je. Es schmerzte tief und schmerzen tut es noch Heute. Er war mein Mr. Right und ich seine Miss. Er liebte und ich liebte, doch ließen wir unsere Gefühle nie zu. Uns war die eine ewige Freundschaft wertvoller als jegliche Liebe dieser Welt.
    Ich erschuf mir eine Illusion, eine Welt in der er noch ein Teil war und grenzte dich aus dieser aus. Ich scheuchte dich fort und lies dich leiden, weil ich litt. Ich wollte nur ihn zurück und vergaß dabei, wie sehr ich in diesem Moment zu meiner Mutter wurde und du die Rolle einnahmst, die ich bei ihr habe ertragen müssen. Du hattest abgeschlossen mit mir und das Buch mit jenem Kapitel zugeschlagen. Deine Geschichte ging weiter und meine schrieb sich wie von selbst. Ich habe dich von mir gewiesen, weil ich den Schmerz, der sich mit dir verband nicht ertragen konnte.
    Wenn ich früher an dich gedacht habe, dann waren diese Gedanken voller Farben und voller Liebe. Denke ich jetzt an dich, mein Engel dieser Welt, dann schwindet jegliche Farbe aus dem Bild und zurück bleibt der ganze Schmerz. Die ganze Traurigkeit. So sehr ich auch versuche, die Farbe im Bild zu halten, sie rinnt mir durch die Finger. Es ist, als würde ich versuchen Sterne zu fangen oder Wasser in der bloßen Hand über Kilometer hinweg zu einer Pflanze zu tragen und da ist kein Wasser mehr in meinen Händen. Nach etlichen Versuchen falle ich auf die Knie und gebe auf zu laufen. Es ist so viel Schmerz, der sich mit unserer Freundschaft verbindet, dass du mich leider nicht mehr halten kannst.
    Es war dein Auto und sein letzter Blick. Du bist meine Schwester, doch ihn habe ich immer verzweifelt geliebt. Du hast ihn mir genommen, auch wenn es nicht deine Absicht war und trotzdem muss ich immer weinen, wenn wir uns sehen, denn dann ist sein letzter, dieser schmerzvolle Blick wieder da.
    Solltest du immer noch meine Freundin, meine Schwester sein und mich lieben, dann bewahre dir diesen Brief, bis ich jemand zu dir kommen lasse, um ihn zu hohlen. Damit er alle meiner tausenden Worte zusammen sammelt, dass mich keiner von euch mich liebenden Menschen je vermissen muss, denn ich bin deine Rosenknospe, die in deinen Händen erblühte, in der erquickende frische deiner Liebe erstrahlte und sich doch mit all ihren Dornen gegen deine Hilfe wehrte, die dich stach und die du trotzdem versucht hast schützend in deinen blutenden Händen fest zu halten.

    Deine dich ewig liebende kleine Schwester

    Für Luisa gab es zwei Personen in ihrem Leben, die ihr wichtig waren und das Schicksal schlug zu wie ein Metheorid, der alles zerstören wollte, was ihn umgab. Ich verbrachte noch fast zwei Wochen zusammen mit Maria. Wir sprachen jedoch nicht einmal über den Inhalt des Briefes. Sie zeigte mir viel von Luisas Leben dort in Domringen und ich lernte die Orte kennen, die ihr Wertvoll waren. Luisa habe gerne ihre Träume gelebt und sei dann und wann in ihre eigene Welt entglitten, erzählte Maria oft mit einem Lächeln im Gesicht. „Luisa konnte wundervolle Grimassen ziehen, wenn sie dabei war davon zu schweben“, meinte Maria dann immer und verzog ihr Gesicht, „ darum habe ich sie immer beneidet. Diese Distanz, die sie zu der Welt hier aufbauen konnte und niemand der ihr folgen konnte. Wohin auch immer sie entschwand“

    An mein kleines, träumendes Mädchen, an mein ewig blutendes Herz, an meinen Engel in ganz weiter Ferne,

    Maria war die nie fern und hat dich nie verlassen.

    Deine Schwester hat sich selber für den Unfall verachtet. Stünde ihr die Macht der Zeit zur Verfügung, würde sie dir deine Liebe wieder geben und alles ungeschehen machen. Aber mein kleiner Engel du musst wissen, im Leben passieren so viele schlimme Dinge, du hast nur leider alle auf einmal tragen müssen. Die Art und Weise wie du an Maria geschrieben hast, lässt mich fest davon Überzeugt sein, dass du sie nie hast absichtlich verletzen wollen, sondern sie nur fernhalten wollen, damit sie deine Schmerzen nicht sehen kann.
    Doch sie hat jede deiner Qualen mitempfunden. Alle deine Tränen hat sie auch geweint. Schlaflos waren beide eure Nächte und den selben Herzschlag habt nur ihr zwei. Ich glaube nicht, dass du in ihren Armen starbst, denn nur sie hat dir deine Qualen erträglich gemacht.
    Ich wünsche mir, dass du noch lange bei ihr bist, denn eins weiß ich sicher, dass sie deine einzige wahre Schwester ist. Warte auf sie und nimm sie dann mit, denn du bist der Horizont, dieser Welt.

    In die Normalität zurück zu kehren, entpuppte sich als eine Sache der Unmöglichkeit. Immer wieder schweiften meine Gedanken ab und verirrten sich im Labyrinth von Luisas Worten. Ich ertappte mich selbst dabei, wie ich abwesend durch die Straßen wanderte und immer wieder landete ich an einem anderen Ort der Einsamkeit. Ich verweilte, ich weinte, ich vermisste. Ich schreckte Nachts schreiend aus meinen Träumen hoch, weil ich träumte, was ihre Augen hatten sehen müssen. Ich wanderte schlaflos durch mein Zimmer, weil ich hoffte, sie würde mir ein Zeichen geben, dass sie noch bei mir war. Mein Alltag wurde zur Qual.
    Lachend verlies ich das Haus meiner Eltern, um lachend meine Freunde vor der Schule zu treffen. Anschließend zwang ich mich dem Unterricht zu folgen und sehnte den gesamten Tag das letzte Klingeln der Schulglocke herbei. Langsam dämmerte mir, wie viel Kraft es Luisa gekostet haben musste, ihre Masken uns gegenüber aufrecht zuerhalten.

    Copy right by NovissimaNox

  • Immer dieses Einmischen!

    Manchmal könnt ich kotzen und einfach mal um mich schlagen.... Viele Leute deuten, viele davon falsch und bevor sie dann mal ernsthaft nachfragen, mischen sie sich einfahc ein... Ich habe für Fragen zu meinen Blog oder zu meiner Person jetzt extra eine E-mail eingerichtet: NovissimaNox.blog@gmx.de

    Wer also fragen hat wende sich bitte erst an mich! Dies gilt vorallem für die Leute die mich kennen und unter Pseudonym hier vertreten sind, denn wirklich besser macht ihr es durch Heimliches hinterm Rücken getuschel nämlich nicht. Es wird nur schlimmer.

    Liebe Grüße Eure Novissima

    Blog Info: "Tausend ihrer Worte" bekommt in kürze die Fortsetzung.

  • Tausend Ihrer Worte "Der erste Brief"

    Tausend ihrer Worte

    Der Wind von jenem Morgen trug den Klang ihrer Stimme für immer fort und Stück für Stück verblasste der zarte hauch ihres Daseins. In der Ferne und Fremde der Berge halte ein Echo ihrer Existenz und jedes ihrer tausenden Worte als andauerndes Echo wieder. Heute bereue ich die Tage, die ich versäumt habe, zu ihr zu stehen und vermisse jene, die wir nie haben durfte. Es war nur ein Wimpernschlag und dann verschwand der eine Mensch aus meinem Leben, den ich lieben wollte. Die Person, die andere mit ihrem Lächeln verzaubern konnte und jedem die Kraft zum Wiederaufstehen gab, doch sich selbst konnte sie diese Kraft nie geben. Ich vermisse jemanden, der mein Leben verändern sollte, jemanden der mich so bewegt hatte, dass es mir erst bewusst wurde, nachdem der eine Platz im Bus nicht mehr belegt war. Nachdem in unseren Kreisen eine Telephonnummer auf Ewigkeiten ruhen sollte. Nachdem dieses Loch in meinem Innern aufklafte und zu bluten begann.
    Wollte ich sie wieder treffen, so brauchte ich nur das Zwielicht des Abends suchen und ihr Antlitz würde mir gegen übertreten, als wäre sie nie fort gewesen. Doch blieb sie seit jenem Tag für mich unerreichbar. Sie bleibt meine Rosenknospe aus Eis, die ich nie erblühen sehen konnte. Von wem ich euch erzähle? Von einem Menschen, den ich erst kennen lernen durfte, als sie die hiesige Welt bereits verlassen hatte. Einer Person, die liebte und zu gleich verachtete. Sie hasste die Menschheit und verabscheute ihr Tun mit dem Engel erblüht aus Rache, den sie sich geschaffen hatte, um unter uns zu leben. Sie litt wie ein kleiner Hund und fühlte, wie noch nie ein Mensch zu vor gefühlt hatte, mit dem Herz des kleinen Mädchens, welches sie immer gewesen war. Sie zwang uns sie zu akzeptieren, sie verriet uns nie wer sie wirklich war und verbat uns sie zu kennen und dabei hatte jeder von uns in ihrem Umfeld geglaubt gehabt, sie gekannt zu haben.
    Heute weiß ich, wie blind wir als Gesellschaft doch sein können und wie leicht wir uns von einem schimmernden Äußeren täuschen lassen. Doch sie entfernte im Nachhinein Stück für Stück die schimmernde Hülle zu ihrer Person und offenbarte uns die Wahrheit, die wir nie wahrhaben wollten. Sie hob den Federkiel in ihre Hände, berührte sanft jedes einzelne Blatt, horchte in die Tiefe ihrer Seele und schrieb Worte, wie ich sie noch nie zuvor gesehen habe. Es waren tausend ihrer letzten Worte.
    Wo ich beginne zu erzählen? Dort, wo auch alles bei ihr den Anfang genommen hat. Nicht etwa bei meinem Brief, denn dieser gehört nicht an den Anfang. Der Anfang liegt weiter zurück. Ich darf behaupten er liegt im Schoß ihrer Mutter.

    An meine Mutter, meine Feindin, meinen Schmerz.

    Ich schenke dir einen Abschied, weil du für mich der wichtigste Mensch in meinem kurzen Leben sein solltest. Du solltest über mich wachen, mir Mut geben und mich kennen lernen. Du solltest mich lieben, zusehen wie ich heranwachse. Mir eine Freundin, eine Mutter, der sichere Hafen in meinem Leben sein. Doch du hast dich von mir abgewandt und dich der falschen Welt deiner eigenen Bedürfnisse gewidmet. Du hast MICH, dein eigen Fleisch und Blut weg geworfen. MICH deine Tochter ignoriert, als wäre ich nur ein Hauch, der vorüberzieht und unbemerkt bleibt. Nun werde ich wirklich vorüberziehen früher oder später, doch ich werde nicht unbemerkt bleiben, für dich und alle anderen nicht. Ich werde meinen Fußabdruck deutlichst auf dieser Welt hier hinterlassen.
    Ich wünsche dir ein erfülltest Leben, so eines, wie du es mir nie gegeben hast. Ich wünsche mir, dass du deine Augen öffnest und endlich bemerkst, wer der größte Fehler in deinem Leben war und meines zerstört hat. Ich möchte mit dir ein Spiel spielen, damit dir am Ende eventuell bewusst wird, wie dein Spiel mit Männern, meine Kindheit zerstören konnte. Ich möchte dir vor Augen führen, welcher deiner Verehrer meine Hölle auf Erden hereinbrechen lies.Der Mann verschwand aus deiner kleinen rosaroten Welt, jedoch blieb er mir eingebrannt im Gedächtnis zurück.
    Wir zogen fort aus der Stadt in der du ihn kennen gelernt hattest und stürzten uns in ein neues Abenteuer, wie du es so gerne betitelt hast. Wir flohen vor deinen Gefühlen und nach einiger Zeit hattest du dich wieder so weit im Griff, dass du dich auf den nächsten Volldeppen einliest. Welcher Schmerz bei dir, in der Zeit deiner Isolierung weitest gehend heilen konnte, wuchs durch meine Ausgrenzung in deinem Leben stetig. Hinter meiner Fassade zerberstete mein Ich und für dich blieb es unbemerkt, weil du in deinem Selbstmitleid ertrankst. Ich verschloss mich gegenüber der Welt und du warst wiedereinmal unsterblich verliebt.
    Doch DU wirst nie wissen, was unsterbliche Liebe bedeutet, denn wenn du je so geliebt hättest, wie du es vor mir immer ausgebreitet hast, dann wären wir nie geflohen. Wir hätten gelebt. Wir hätten mit meinem richtigen Vater gelebt. Ich hätte Freunde haben können, wirklich richtige Freunde und nicht etwa bloß die zaghaften Bande spüren müssen, die man nun mal nicht verfestigen kann, wenn die Zeit dazu fehlt. Zarte Bande die Zerbrechen, wenn nach einem halben Jahr etliche Kilometer zwischen einem liegen. Mutter ich danke dir dafür. Ich danke dir mir das Erlebnis Freundschaft geraubt zu haben.
    Zurück zu jenem deiner Männer. Ich nannte ihn in deinem Beisein Vater. Ich versuchte ihn zu lieben, wenn du daneben saßt. Ich bemühte mich, die Situation anzunehmen, so wie sie war. Ich wurde dafür bestraft, versucht zu haben, euch glücklich zu machen. Kaum verschwand dein Blick, deine Anwesenheit, so wurde ich zum Spielzeug seiner Begierde. Erst beobachtete er mich und es verunsicherte mich. Um dir das Eingrenzen der zur Wahl stehenden Männer zu vereinfachen...Ich war immer noch ein Kind. Danach kam er mir näher. Mal hier, mal dort eine flüchtige Berührung und ich?! Ich suchte stetig die Distanz zu meinen geliebt „Vater“. Schließlich kam der erste Abend, an dem er mich nicht nur mit seinen Augen entkleidete oder seinen Arm über den meinen, seine Hand über meinen Busen gleiten lies. Die Tür viel ins Schoss, als du dich auf den Weg zu einer Bekannten machtest und ich flehte Gott an, meine Zimmertür geschlossen zu halten. Vergeblich, wie sich im Nachhinein heraus stellen sollte. Er bat mich ihm das Abendessen zu servieren und mich zu ihm zu gesellen. „Einen gemütlichen Krimiabend mit deinem geliebten Dad kleine Maus, wäre das nicht das Richtige jetzt“, diese Worte hallen und hallen wieder und wieder in meinem Kopf. Er vergötterte Krimis. Die Hand auf meinem Schoß. Die Zunge in meinem Hals. Sein schwerer Körper erdrückend auf meinem. Die folgenden Schmerzen. Der Morgen danach. Ein Ende. Ein Anfang. Eine Mauer und dein erloschener Blick.
    Ich weiß, dass der Teil Mutter, der irgendwo noch in dir Steckt alles geahnt hat. Nur hast du ewig geschwiegen. Du hast geschwiegen und weg geschaut, es ignoriert und mich dafür verachtet, weil der Teil von dir, den ich als meine Feindin auserkoren habe, mich hasste. Denn dein Geliebter verging sich lieber an deiner Tochter, als dich zu liebkosen.
    Dieses Wort 'verging', ist dir klar, welche Bedeutung, welche Tatsachen es mit sich bringt? Ist dir jemals klar gewesen, dass du den Menschen verachtet hast, der deinen Schutz in diesem Moment am meisten gebraucht hätte? Nämlich MICH. ER HAT SICH AN MIR VERGANGEN UND DU WARST EIFERSÜCHTIG AUF EIN TRAUMATSIERTES KIND!!! DAFÜR HASSE ICH DICH!!! ICH VERACHTE DICH!!! ICH BEREUE DICH GLÜCKLICH SEHEN ZU WOLLEN!!! DU BIST FÜR MICH GESTORBEN SEIT JENEM TAG, WO DU DIE AUGEN VOR DER WAHRHEIT UND ALLEM WAS ER TAT VERSCHLOSSEN HAST!!!
    Weißt du, nur eine Frage von dir und ich hätte dich nie so gehasst, wie ich es jetzt in diesem Augenblick noch immer tue. Du hast deine Tochter gehasst, weil du überzeugt davon warst, dass sie dir deinen Freund ausspannt. Ich kann darüber nur lachen, aber Schätzchen, um es dir einmal deutlich zu machen. Dein ach so toller Partner war eine pädophiler Mistkerl. Die Tatsache, dass du mich dabei in deinen Gedanken vergessen hast, lässt mein kleines Herz bluten. Es schmerzt und dieser Schmerz ist unbeschreiblich. Mir fehlen die Worte dafür, dir begreifbar zu machen, wie sehr du mich verletzt hast mit der Art und Weise, wie du gekonnt, das Muttersein ignoriert hast. In meinem Herzen steckt ein Messer, welches du höchst persönlich dort hinein gerammt hast. Du verletzt mich. Du verletzt mich mit jedem Tag den ich lebe. Dieser Schmerz sitzt so tief, dass ich mich selbst vor der Welt verberge. Ich erbaute meine Mauern schon geraume Zeit bevor ich in die Pubertät kam. Ich erfand mich neu, um von der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Ich konnte schließlich nie begreifen, wie die Gesellschaft meine wahre Identität akzeptieren könnte, wenn meine geliebte Mutter, es nie übers Herz bringen konnte, mich wirklich ehrlich kennen zu lernen. Ich danke dir für die Unterstützung beim Bau meiner höchstpersönlichen, undurchdringbaren Mauer.
    Mit tausend Worten frage ich dich, hörst du mich, mit einem meiner Worte? Spürst du mich, in jedem deiner Atemzüge? Liebst du mich, seit ich auf diese Welt kam?
    Falls du je meine Mutter warst, falls du mich je geliebt hast, falls du jemals an mich gedacht hast, so bitte ich dich, meine Existenz zu vergessen. Mich als Menschen aus deinen Erinnerungen zu streichen. Diesen Brief hier zu verbrennen, denn ich bin deine Rosenknospe aus Papier, deren Schönheit, du mit deinen blinden Augen nicht erkennen konntest, deren Blütenblätter du zerknüllt und letztendlich verbrannt hast.

    In ewiger Liebe,

    Deine Tochter

    Bei diesen Worten blieb mir mein Herz stehen. Ich erschrak. Ich hatte mich auf vieles vorbereitet. War viele Szenarien durchgegangen im Kopf. Niemals hätte ich diese Worte erwartet. Niemals solche Worte an ihre Mutter.
    Ich begab mich auf die Suche ihrer Worte. Sie wollte mich zwingen, die Menschen kennen zu lernen, die ihr Leben geprägt hatten. Sie forderte mich auf, ihren Fußspuren zu folgen.
    Ich erinnere mich noch ganz genau, wie ich an jenem Abend, wo ich ihren Brief an mich gelesen hatte, mich in den Zug setzte und zu ihrer Mutter rauf fuhr. Wie ihre Mutter mir die Tür öffnete und in Tränen zusammenbrach, nachdem sie mich erkannte. Fassungslos starrte ich das Häufchen Elend an, welches vor meinen Füßen auf dem Boden lag. Ich bemühte mich gefasst zu bleiben. Selber nicht auch noch zusammenzubrechen. Ich half ihrer Mutter auf. Begleitete sie hinein und setzte mich stumm an ihre Seite. Das Licht der Morgendämmerung, drang schon durch die halb geöffneten Vorhänge der Fenster, als ihre Mutter mich ansah und die Stille durchbrach, die sich schon zu lange, zu fest um unsere Herzen geschnürt hatte. „Also hast du auch einen Brief von ihr erhalten?“ „So in etwa...“, meinte ich mehr oder weniger unsicher. Zu dem Zeitpunkt, kannte ich den Brief ihrer Mutter noch nicht. Wusste sie, dass ihre Tochter mir alle Briefe auf irgendeine Weise vermacht hatte. Keiner von uns beiden kannte, die Worte die sie an den jeweils anderen gerichtet hatte und niemand würde je alle Worte kennen außer mir.
    „Sie hat mir die Aufgabe übertragen, die Briefe zusammen zu Suchen.“ Keine Regung folgte im Gesicht ihrer Mutter. Wieder trat diese erschlagende Stille ein und ich kann immer noch nicht beurteilen, wie lange wir uns an geschwiegen haben. Doch dann stand ihre Mutter abrupt auf, verschwand im Flur der Wohnung und kam danach mit leisem Schluchzen und weinend zurück ins Zimmer. Einen zerknitterten Briefumschlag hielt sie mir mit ausgestreckter, zitternder Hand entgegen. „Hier nimm und mach das richtige daraus. Die Worte werden dich erschlagen“, beschämt blickte sie zu Boden, „Du wirst mich hassen, aber du musst wissen, dass ich sie geliebt habe. Ich war nur nie eine Mutter. Ich bereue der Mensch zu sein, der ich ihr gegenüber immer war.“ Ich umarmte ihre Mutter, hielt sie bestimmt zehn Minuten fest und hauchte ihr dann zaghaft ins Ohr: „Dankeschön. Egal, was Luisa darin offenbart, ich werde wieder kommen. Ich werde dir die Last nehmen, die sie dir auferlegt hat.“
    Bisher war ich noch nicht wieder bei ihrer Mutter gewesen. Ich konnte mich nicht dazu überwinden ihr unter die Augen zu treten. Gewiss hasse ich ihre Mutter nicht, aber auf eine unbestimmte Art und Weise fehlt mir der Mut ihr wieder zu begegnen. Ich hätte keine Ahnung, wie ich reagieren soll. Wenn ich Luisa einen Brief zukommen lassen könnte, wäre das Erste, was ich ihr sagen möchte...

    An meine Rosenknospe aus Eis, meinen Engel ohne Flügel, meine Ewigkeit ohne Wiederkehr,

    Deine Mutter hat dich geliebt.

    So sehr du auch von dem Hass geblendet warst, so hast auch du sie geliebt. Ohne Liebe hättest du ihr keinen Abschied geschenkt. Du hättest sie nicht so lange bei dir geduldet. Wenn aus deiner Feder nur der Hass gesprochen hätte, dann hättest du sie nie darum gebeten, dich aus ihrem Leben zu streichen. Deine Mutter sollte nie die Last von Schuld tragen, sondern glücklich werden. Bei deinem Vorhaben wurde deine Mutter auf die Probe gestellt. Deiner Forderung, den Brief zu verbrennen ist sie nicht nach gegangen und du hast mich beauftragt heraus zu finden, wie deine Mutter zu dir stand.
    Ich kann dir nur sagen meine geliebter Engel, deine Mutter mag zwar blind gewesen und hat ihre Rosenknospe aus Papier nicht sanft genug behandelt, um sie am Leben zu erhalten, doch hat sie jeden Riss, jedes zerknüllte Blütenblatt an dir gespürt. Ihr fehlte nur die Stimme, um es dir zu sagen. Ihr fehlte das Licht, um dich zu sehen. Doch sie hatte das Herz um DICH zu lieben. Sie wollte dich nie vergessen und hat dich nie verbrannt. Ich gebe deiner Mutter eine Stimme, ich gebe deiner Mutter das Licht, ich gebe DIR die Worte, sie liebte immer nur unsterblich dich …

    Die Brise, die Luisa durch ihre Briefe in mir entfacht hatte, wuchs stetig. Gewann an Kraft und wurde zum Sturm meiner Gefühle. Mehr und mehr ist mir bewusst geworden, wie sehr dieses Mädel mein Leben geprägt hatte, obwohl das Kapitel mit ihr am kürzesten war. Ich lernte sie mehr und mehr Lieben und gierte förmlich nach ihren Worten. Ich wollte sie kennen lernen. Ich wollte wissen, wer dieser Mensch war. Ich wollte sie jedoch vor allem verstehen.

    !!!Fortsetzung folgt!!!

    by NovissimaNox

  • Vergangene Tage

    Ich möchte jeden dieser Tage lieben, dort gab es Menschen die mich liebten, die ich liebe, die vielleicht auch mich noch lieben?! Ich weiß nicht mal ob ich von 'Liebe' sprechen darf, aber so kurz die Zeit auch war, so war sie schön und dann war sie vorbei, weil ich es so wollte, weil es mir leichter viel. Der Leichte Weg ist nicht immer der Richtige, aber in diesem Fall war es der fairste. Ich habe lange alles aufgeschoben, es wie immer brave hinter meinen Mäuerchen verpackt. Nun hohle ich dieses Päckchen wieder hervor und es droht mein Gleichgewicht ins wanken zu bringen.
    Wir haben viel geredet und du wolltest nie einer von vielen sein. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich dir genau das vermittelt habe und dafür möchte ich mich entschuldigen, denn du warst nie einer von vielen und ich möchte bei Gedanken an dich keine Tränen in den Augen haben müssen, sondern möchte lachen können. Da du mal behauptet hattest meinen Blog zu verfolgen, schreibe ich hier an dich. Ich wollte wissen, ob ich für dich noch existiere oder ob ich vielleicht auch in Vergessenheit geraten bin?! Das man die Zeit nicht zurück drehen kann weiß ich, aber ich würde mir wünschen, dass ein 'Dasein' von dir für mich noch existiert. Mich hat die gesammte Situation, zu dem Zeitpunkt überfordert und ich vermute, des rührte hauptsächlich daher, dass ich zu viel Nachgedacht hab und mein Bewusst sein, letzten endes ein uns doch als falsch empfunden hatte.
    Daraufhin habe ich angefangen mir Menschen zu suchen, die zu meiner Maske passen und nicht zu mir als Person. Ob es richtig oder falsch war, kann ich nicht beurteilen, aber es hat irgendwo soweit geholfen, dass meine Mauer stärker geworden ist und ich anfangen konnte Stabilität in mein Leben zu bringen.
    So merke ich aber langsam doch, dass ich damit noch weniger glücklich werden kann, weil mir genau das fehlt, was ich bei dir und auch einigen anderen so wertgeschätzt habe, ich durfte ohne Verurteilung ich selbst sein.

  • Der Tanz und der Tod

    Ich renne von einem Ende der Welt zum Nächsten. Bleibe nicht stehen, nicht einen Augenblick. Einfach immer weiter....

    Ich sitze Gott und dem Teufel am Tisch gegenüber. Ich sehe sie an und Tränen laufen leise mein Gesicht hinab. Ich blicke beiden nacheinander ins Gesicht und frage sie warum. Der eine lacht, der andere nimmt meine Hand. Ich ziehe sie weg. Stehe auf , dreh mich um und gehe. Ich öffne die Tür hinaus aus dem Raum und blicke in die Trümmer meines Lebens. Ich schau zurück und sehe, wie sie sich die Hände schütteln. Ich senke mein Antlitz dem Boden zu, damit ich diese Qualen nicht mehr ertragen muss. Mit einem leichten klick fällt die Tür hinter mir ins Schloss....

    Es erklingt ein Lied in meinem Kopf. So wie jedes Mal, wenn ich dieses Gefühl spüre, was ich gerade fühle. Es dieses eine Lied, welches ich zwar immer wieder höre, aber nie ist es mir Möglich dessen Klang auf dem Papier in Noten zu verewigen. Es gibt keinen Namen für dieses Gefühl, der Mensch hat noch keinen erfunden und jedes andere Wort wäre ein falsches, um es zu benennen. Ich nenne es manchmal 'Mein Lied', ein anderes Mal 'In Mir', um beim darauf folgendem Antreffen es doch lieber 'Wie Immer' zu nennen. Am ende ist es einfach bloß 'Mein Gefühl'.

    Fängt einer an, zieht der Nächste mit. Einfach mal nicht zu zerbrechen, passt nicht zu mir. Ich müsste inzwischen, damit umgehen können, doch Keiner versteht, dass jedes weitere Mal tausend mal schlimmer ist, als das davor. Ihr werft mich nieder ich stehe auf und lache euch ins Gesicht. Ihr tut es wieder und auch jetztbrecheich, die gespielte Gewohnheit tut es nicht. Ich sehe für euch stark aus, aber ihr überseht den Teil, der bei jedem Mal am Boden liegen bleibt.

    Deine Schatten lassen mein Licht erlöschen. Sie sind zu groß, als dass ich sie verscheuchen könnte. Unsere Tage, waren gut, waren böse und das Ende, dass kennen wir beide. Ich lege schützend die Hand über den letzten Funken Mensch, der nach allem der letzten Monate noch von mir übrig geblieben ist und lasse dich ihn nicht sehen, weil du mit dem Eimer voller Wasser vor mir stehst.
    Wenn ich vom Tanz mit dem Tod träume, bricht der Funke aus meiner Hand.

    Edel gekleidet in einem schwarzen Mantel steht er mitten im Saal. Er hebt seinen linken Arm und reckt ihn in die Höhe mir, ausgestreckt entgegen. Ich war bereit. Ich wusste, dass es wieder soweit war. Ich durfte, wieder mit ihm tanzen. Ein schwarzes, fast schattenhaftes Ballkleid glitt sanft meinen Körper hinab und verlief sich in dem Dämmerlicht, welches nur von den Kerzen an der Wand durchbrochen wurde. Wie ich dieses Gefühl vermisst hatte. Wie ich mich nach seinen Armen, seinen Tänzen sehnte. Endlich war ich wieder hier.Vorsichtig schritt ich mit erhobenem Haupt die Treppe zu ihm hinab in den Saal. Jeden Schritt bedacht gesetzt und mit der Angst begleitet, dass ich nie in seinen Armen ankommen würde. Ich kam an. Er nahm mich in die Arme. Nahm mein Gesicht in seine Hände, musterte meinen Blick. Nickte wissentlich, küsste mir vertraut die Stirn. Er fuhr mit seiner linken Hand meinen Hals hinab, über die Schulter, den Arm entlang und nahm meine rechte Hand in seine. Warm schlossen sich seine Finger um meine eisige Hand. Mit dem anderen Arm zog er mich an sich heran, legte seine Hand flach auf meinen Rücken und es fühlte sich an, als hätten wir uns nie getrennt. Wärme ging von meinem Rücken aus. Mein ganzer Körper, der Lebensfunke, er konnte ihn immer entfachen. Entfachen, solange wir tanzten. Ich legte meinen Kopf auf seine Schulter. Kuschelte mich an seinen Hals, seinen Körper. Ich lies mich führen, durch den leeren Saal, zur stummen Musik und begann zu fliegen. Ich konnte in seinen Armen schlafen und wusste er würde mich die ganze Zeit, die ganze Nacht, den darauf folgenden Tag und wenn es sein musste für ewig tragen. Ich durfte bei ihm bleiben, fliegen, schlafen und das Leben fühlen so lange ich wollte. Er liebte mich und ich liebte ihn. Er weckte mich mit einen leichten Hauch seines Atems über mein Gesicht. Ein lächeln konnte ich erkennen. Markelos, wie immer. Er öffnete den Mund, als wollte er etwas sagen. Er schloss in wieder und drang in meine Gedanken. Sein flüstern durch fuhr meinen ganzen Körper: „Du hast lange Gewartet“ Fast konnte man meinen, in seiner Stimme floss eine bittere Traurigkeit mit. Ich schwieg. Ich brauchte nichts sagen, er wusste, was ich ihm und allen beweisen wollte. Es bleibt weiterhin nur bei diesen Tänzen. „Du darfst immer mit mir tanzen meine Schönheit der Nacht, aber ich darf dich lieben und bleib ewig in dir Wach. Ich werde dich schützen und dir der treuste Freund sein. Bin der Wind unter deinen Flügeln, die ich dir verleih, aber du wirst immer mein sein und irgendwann tanzt du mit mir bis in die Ewigkeit.“ Er beugte sich vor. Küsste mir vorsichtig die Augen und hauchte mir sein Versprechen als Kuss auf den Mund. Der Tanz war vorbei. Er hatte sich verabschiedet bis zum Nächsten Tanz mit mir, der Tod.

    Und wieder renne ich von einem Ende der Welt zum Nächsten. Bleibe nicht stehen, nicht einen Augenblick. Einfach immer weiter, bis zu dem Augenblick, wo ich die Tür wieder öffne. Mich an weiteres Mal an den Tisch zu Gott und dem Tod setze und der eine mich Vater behüten will und doch der Andere es ist, der mich mehr liebt und mich stetig in seinen Armen wiegt.

  • Es ist ein 13ter!

    Grundsätzlich verliere ich an einem Freitag den 13 immer etwas. Mal hier, mal dort lasse ich etwas liegen. Ich bin vergesslicher denn je und verstehe nicht warum. Ich habe Vorsichtsmaßnamen getroffen. Ich habe immer einen Zettel und einen Stift dabei, um mir Wichtiges zu notieren. Gehe regelmäßig meine To-do-Liste durch. Bestenfalls alle fünf minuten und versuche möglichst alle Termine, die ich haben könnte an solch einem Freitag nicht zu haben. Da ich jedoch vermute, dass mein Versagen an Freitagen mit der 13 auf dem Kalenderblatt einzig und alleine daher rührt, dass ich mich schließlich so verrückt mache, dachte ich mir, ich stalke mal unser herzallerliebstes 'world wide web' nach 13 interessante und wissenswerte Tatsachen bezüglich Freitag den 13.

    13 mal unnützes Wissen rund um den Freitag:

    * Phillip IV (König von Frankreich) lässt 1307 sämtliche Tempelritter verhaften und treibt somit die Orden in die Ruinen, dies soll laut Überlieferung an einem Freitag den 13 geschehen sein.

    * Das Unglück der Costa Concordia war am 13 Jan. 2012, es war ein Freitag.

    * 'Black-Friday' (Börsencrash in Amerika 1929) begann bereits an einem Donnerstag, jedoch erlitt die berliner Börse am 13 Mai 1927 einen Rückschlag.

    * Im Märchen bringt die dreizehnte Fee Dornröschen den Fluch.

    * Vor 1907 wird Fritag der 13 in der Geschichte nicht ernsthaft als Unglücksbringer erwähnt.

    * Es ereignen sich im Durchschnitt nicht mehr sondern teils sogar weniger Unfälle als an anderen Tagen des Jahres.

    * Um das Volk von dem Mondkalender (13 Monate) auf den Sonnenkalender (12 Monate) umzuschulen, verlieh man der 13 einen schlechten Ruf, diese galt vorher als Glückszahl.

    * Paraskavedekatriaphobie benennt die Angst vor einem Freitag dem 13.

    * In einem Jahr gibt es min. einen Freitag mit einer 13 und höchstens drei.

    * Thomas William Lawson verfasst 1907 den Börsenroman "Friday the 13th" und gilt seither als erfinder des Aberglaubens.

    * Griechen fürchten Dienstag den 13 und Italiener Freitag den 17. Freitag der 13 als Unglücksdatum ist ihnen relativ gleich.

    * Die Zwölf gilt in vielen Kulturen als heilige Zahl und die Dreizehn ist immer einer zu viel, daher der Wortlaut "Duzend des Teufels".

    * In Hotels werden Zimmer mit 13 wissentlich weggelassen, so wie der 13 Stock oftmals nicht exsistiert.

    (Quellen: http://www.helles-koepfchen.de/artikel/1527.html ; http://de.wikipedia.org/wiki/Freitag,_der_13. )

  • Mutter & Tochter

    Wir schweigen uns an, hören einander nie zu und verletzen uns täglich.
    Wir wollen wissen, wie es dem Anderen geht, aber fragen tun wir es nicht.
    Wir gieren nach der gegenseitigen Liebe, doch offenbaren dies nicht.
    Wir wollen verzeihen, wollen vergessen und werden es doch nicht.
    Wir verspüren Hass, aber hassen werde ich niemals dich.
    Wir reden und erzählen von unseren Leben, aber stetig nur aneinander vorbei.
    Wir wünschen einander jegliches Glück der Welt, aber selber wollen wir es nicht.
    Wir möchten einander mehr helfen denn je, prallen aber an den gegenseitigen Vorwürfen ab.
    Wir wollen uns für immer lieben und trauen uns den einen Schritt nicht.
    Wir laufen auf einander zu, aber in die Arme nimmmst du mich nicht.
    Wir drehen uns von einander weg, aber verschwinden werden wir nicht.
    Wir schreiben jeder tausend Worte, zeigen werde ich dir meine und du mir deine nicht.
    Wir atmen beide im selben Rythmus, denn unser Herzschlag ist gemeinsam nur dein und mein Lied.
    Wir schlafen beide kaum noch ruhsam, seit die Stille zwischen uns steht.
    Wir verletzen uns mit unseren eigenen Schmerzen und spüren den Schmerz des anderen nicht.
    Wir blicken einander in die Augen und ich weiß es gibt dich.
    Wir suchen getrennt nach einer Antwort und du und ich, wir finden sie nicht.
    Wir verbauen uns gegenseitig oft das Verständnis, aber am Ende jeden Weges scheint unser Licht.

    Wir werden beide uns ewig bedingungslos lieben, denn du bist meine Mutter und ich bin dein Kind.

    (NovissimaNox)

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    "Ich will nur, dass du weißt, ich hab dich immer noch lieb. Und das es am Ende auch keine Andere gibt, dich mich so vollendet, die mich so bewegt." (Philipp Poisel - Ich will nur)

  • Ich schreibe viel nur nie hier O.o

    Schönen guten Abend ihr da draußen!

    Ich möchte einfach mal wieder etwas von mir hören lassen. Ich meine ich lasse meinen Blogg momentan echt schludern. Dürfte daran liegen, dass ich zwar viel schreibe, nur beschränkt sich dieses schreiben auf mehrere Word-dokumente. Auf der einen Seite bearbeite ich gerade Teile von "Deneva", falls euch noch bekannst ist, des dies meine Fantasystory ist von der ich eigendlich regelmäßig hier etwas posten wollte (umgenau zu sein Wöchentlich). Wird nachgehohlt! Der Prolog ist immerhin schon vertreten. Also an alle Neueinsteiger sucht einfahc mal nach dem Tag "Deneva" demnächst folgt ein neuer Abschnitt.
    Da ich gerade von meinen kleinen Projekten hier erzähle möchte ich auch meine neue Kurzgeschichte vorstellen.
    "Tausend ihrer Worte" wer hätte es anders erwatet ist eine tragische Geschichte über ein Mädchen, welches zum Abschied ihres Lebens Briefe hinterlassen hat. Jede Person, die ihr wichtig war oder durch Handlungen etwas gravierend in ihrem Leben verändert hat, erhält ein solchen Brief. Doch werden sich die Briefe nicht auf diesen kleinen Kreis von Personen beschränken. Maria hinterlässt spuren in jeglichen Berreichen ihres Lebensaltags. An ihren Psychologen, ihren Klassenlehrer, eine wildfremden Person, ihre Finderin, die Polizei wird sie Briefe hinterlassen. Alle Protagonisten werden sich mit dem Auseinander setzen müssen, was sie bewirkt haben und dann gibt es noch diesen Brief, wo nur ein Satz zu lesen ist: "Finde alle meine Worte und gebe mir die Antwort, die Wahrheit, die ich nie gefunden habe."
    Wie bewegend oder Mainstream ich diese Story nun letztendlich gestallte, dürft ihr dann demnächst bewerten.

    Ein weiterer grund, warum ich meinen Blogg in meinen Gedanken ziehmlich in *vergessenheit* geraten ist könnte die meine persönliche Entdeckung von Oblivion gewesen sein. :D Ein herliches Spiel und da man mir zugetragen hat, dass es dazu auch noch weitere Spiele gibt, werde ich wohl noch etwas abgelenkt bleiben.

    Somit ein herzliches Gute Nacht

    Eure NovissimaNox

  • Danke für die Erkenntnis

    Ich finde es immer wieder faszinierend, dass wohl echt erstmal einiges an Zeit vergehen muss und eine Situation auftreten muss, die dem Gegenüber nicht passt, bis er einem ehrlich sagt, was er über einen denkt. Hier mit:

    Danke schön :D !

    Irgendwie hätte es mich bloß gefreut, dieses Wissen schon früher zu erhalten. Ich hätte mir keinen Kopf darum machen müssen, wie ich die Freundschaft noch weiter führen soll. Ich hätte niemand begreiflich machen müssen, warum es eben den Typ Mensch gibt, der immer in der Schublade "Freundschaft" bleibt. Verstanden wurde es eh nicht. :D Natürlich kann aus Freundschaft eine Beziehung entstehen, aber aus dieser einen und noch so ein paar anderen nun mal nicht.

    Ich würde nicht sagen ich bin ernsthaft verletzt, aber sauer bin ich definitiv. Darum mache ich mir jetzt einfach mal durch das Schreiben Luft. Auch wenn mir genau dies zum Vorwurf gemacht wird. Aber ja ich liebe es zu schreiben, ich liebe es auch mit Leuten zu schreiben, ist in meinem Augen nichts falsch daran. Tut mir ja leid wenn andere nicht so gerne schreiben, aber ich bin nicht andere, dass wäre mir zu wider!
    Ich sitze auch gerne zu Hause! Vor allem dann, wenn ich vorher arbeiten war und mich dann noch bis 3 Uhr mit meinen Mitbewohnern unterhalte.

    Ich sortiere Menschen auch gerne in Schubladen und mein Schrank ist riesig und hat viele davon. Manche voll und andere weniger voll. Ich setzte auch nur selten jemand aus einer Schublade um, denn ohne Gründe, wird man bei mir nicht einsortiert. Man könnte es sogar schaffen zu wechseln, nur nicht auf diese Art wie 90% es probieren. Damit sorgen sie einzig und allein für eine Umbenennung ihrer Schublade.

    So und nun möchte ich so einen Affen aus Fluch der Karibik haben, ich will auf ihn schießen!!! Oder erwürgen ! :D

  • Da bin ich meine Meise gerade los und schon hab ich den nächsten Vogel

    Guten Morgen Yee!

    Wäre es eine Spinne gewesen, die ich an jenem Morgen von dem ich euch erzählen möchte, in meinem Bett vorgefunden hätte, so wäre ich senkrecht, ohne verwenden irgendwelcher Hilfsmittel geradewegs an die Zimmerdecke gesprungen und hätte mich wie ein kleines Kätzchen dort oben festgekrallt. Keinen Augenblick lang hätte ich es im Nachinein gewagt meinem Körper wieder dem Boden entgegen zu bewegen.
    Es war keine Spinne, wie man eventuell feststellen kann. Ich hänge nämlich nicht an der Decke, sondern bewege mich frei im Aufrechtengang (zumindest 90 % der Zeit) auf diesem Planeten fort. Ich bin recht gelassen, wenn ich an jenen Morgen zurück denke und dieser zaubert mir immer mal wieder ein Lächeln auf die Lippen. Vorweg möchte ich erwähnen, ich rate jedem, der Angst vor Vögeln jeglicher Größe hat, stets sein Fenster nachts geschlossen zu halten, denn anstonsten bestünde die Möglichkeit, dass ihr einen kleinen oder eben weniger kleinen Vogel auf eurem Kopfkissen vorfindet.

    So also schlug ich an diesem Morgen meine Augen auf und erblickte nicht wie sonst gewohnt mein recht lehres Zimmer, sondern als erstes fiel mein Blick auf den kleinen, runden Federball, der etwas verschreckt aber dennnoch putzmunter im meinem Zimmer umherhüpfte/flatterte. Selbstverständlich verliebte ich mich sofort in das kleine, süße Ding und ich war von der einen zur nächsten Sekunde Mama geworden. Naja soweit dies möglich war. Den halben Tag verbrachte ich nun damit mir Gedanken darüber zu machen, !WIE! dieser kleine Ästling es in mein Zimmer geschaft hatte und stellte letzten Endes fest, dass mein Fenster die Nacht über gekippt gewesen war. Ein Rätsel bleibt mir die Erscheinung des Vogels trotzdem. Nach dieser Erkenntnis lud ich einen Kumpel zu mir ein und schwupp di wupp, war der kleine Vogel nicht mehr nur Halbweise sondern unter der Obhut von Addoptiveltern. Leider musste ich an diesem Abend noch arbeiten und ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr man so einen kleinen Federballl vermissen kann. :D Jedenfalls gelang es uns dieses kleine, putzige Vieh putzmunter warm und trocken zu halten. Der Vogel schlief an dem Abend auch relativ gut durch, nur muss ich ehrlich zu geben, dass Gute-Morgen-Foto von mir am nächsten Tag, welches um halbsechs geschossen wurde ist nicht sehens Wert. Ein "Schiep" und Mami war wach. Nur eben für meine Bedürfnisse zu früh. Schließlich folgte der Besuch beim Tierarzt, denn immerhin war der kleine Vogel ein Wildtier. Ich ging mit dem Wissen, dass ich dort eine Meise adoptiert hatte und ich die Kleine wieder ins Freie entlassen sollte. Mit einer weggedrückten Träne entlies ich also die Meise wieder in meinen Garten und halte seitdem immer mal wieder Ausschau nach Yee in der Hoffnung, dass es ihr gut geht.

    Durch diesen Besuch des kleinen Geschöpfes bin ich auf die gloreiche Idee gekommen, mir nun etwas bekanntere Vögel zuzulegen und teile nun mein trautes Heim mit zwei total durchgeknallten Wellensittichen. Karibik klettert gerne auf Brillen und die beißwütige Tropica verbringt ihre Zeit mit Bruchlandungen im Trinkwassernapf. Beide zusammen halten mich wunderbar auf Trapp und ich bin froh, dass ich eine Meise hatte, denn sonst hätte ich jetzt keinen Vogel. :-P

  • Wenn die Häuser Gummistiefel tragen müssen

    Wenn die Häuser Gummistiefel tragen müssen,
    ich auf offener Straße im Bikini schwimm bewegungen nacharme,
    selbst der Regenschirm Wasser durchlässigwird
    und der erste Gedanke am morgen ist: "OH mein Gott wir sind abgesoffen"
    die innenstadt ein Staufiasko bildet und man a la Fuß drei mal schneller als mit dem geliebten Auto,
    der Gulli nicht mehr Wasser abfließen lässt, sondern slber zum Springbrunnen wird
    ich jedes Mal beim betreten des Kellers auf der arbeit
    eine halbe Gretsche auf diesen verdammten Fliesen hinlege

    dann ist in den letzten Tagen so viel Wasser vom Himmel gefallen,
    dass Celler Bewohner seine geliebte Aller nur noch verfluchen.

  • Ihr erinnert mich

    Ich konnte endlich wieder den Tag mit einem Lachen im Gesicht verbringen. Ich war endlich wieder etwas gefasster, konnte fester im Leben stehen und dann ist es ein Satz, ein Wort, einfach nur etwas, was ihr unbewusst getan habt und ich möchte mich wieder verkirechen. Möchte alleine sein, möchte nichts von dem mitbekommen, was um mich herum passiert, aber ich bekomme es leider doch mit. Ich erlebe alles und das alles, es verletzt.
    Ich kann versuchen meine Gefühle zu ignorieren, ich kann sie unterdrücken, ich kann so viel, aber wirklich können, kann ich es auch nicht. Es genügt ein Wind um die Glut in mir zu entfachen und ich verbrenn mich an den Flammen. Es genügt eine stürmische See und mein Deich bricht. Es reicht ein Echo in den Berge und die Lawine stürtzt über mich nieder. Es reicht ein Kieselstein und ich werde von Felsbrocken erschlagen. Es genügt ein Blick eurer Augen, der wissent und tröstent auf mir liegt und ich weiß sofort, dass es wieder weh tun wird.
    Ich er trinke, verbrenne und werde erschlagen, weil ihr mich nicht vergessen lasst, was mir weh tut. Ich erinnert mich und das finde ich unfair. Schließt endlich ab und lasst mich aus allem außen vor, denn ich möchte nichts mehr von euch wissen.
    Ich wünsche mir, dass keiner sich je wieder in mich verliebt, denn dann wiegt die Liebe, die ich empfinde nur noch schwerer in mir. Ich möchte keines eurer Worte mehr hören, denn ihr vergesst nur zu oft, dass ich wie ein winselnder Hund vor euch liege. Ich möchte weder tröstende Blicke noch stärkende Worte. Ich möchte keine Tränen oder ein geheucheltes Lachen. Ich verzichte gerne Auf eure Sorge und auf eure Bemühung, denn das Einzige, was ich mir gerade wünsche ist, dass ihr mich vergesst, damit ich ihn endlich vergessen kann.
    Mir ist egal, was euer Bauch euch sagt, welches 'Es wird schon wieder'- Gefühl ihr in der Beziehung spürt. Ich scheiß auf die Worte 'Er war es nicht Wert', denn wäre er es nicht Wert oder nie Wert gewesen, dann hätte ich ihn, so wie die Anderen vor ihm, leicht vergessen können. Ich suche nicht nach jemand neuem, weil ich dann mich nur nach welchen sehne, die ich nicht lieben darf. Ich gebe keinem der mich liebt eine Chance, weil ich keinen so verletzten will, wie er es bei mir tat.

    Die Geselschaft verlangt zu oft, dass ich lache und fröhlich bin, dass ich für einige Zeit vergessen hatte, wie es mir momentan wirklich geht. Ich hätte beinahe daran glauben können, nur beinahe,....

  • Der Fluss um die Ecke ist sehr interessant :D

    Hey meine Lieben. Mal wieder habe ich die Möglichkeit ein bissle etwas hier rein zu schreiben. Wieder wird es ein bissle Tratsch aus meinem Alltag sein. Der Zeit bekommt mich am häufigsten der Fluss in meiner Nähe zu Gesicht, denn das tolle ist,... er hält verdammt noch mal die klappe. Stellt nicht irgendwelche dummen fragen. Lässt keine dreisten Bemerkungen los. Beschwert sich nicht weil ich in der selben Art und Weise antworte, wie es in den Wald hinein gedrungen ist. Schlicht und einfach er akzeptiert meine Anwesenheit und ich die Seine.

    Die schlimmste erfindung war das tragebare Telephon alias Handy. Ich bin rund um die Uhr für jeden erreichbar. Das problem ist da weniger das rund um die Uhr als das für jeden. Es gibt einfach Leute mit denen ich wenn möglich die geringste Menge an Worte wechsel möchte und diese Menge beschränkt sich auf Limes gegen Null. So manches muss ich zwingend doch mit ihnen reden.
    Um sicher zu gehen, dass sich nicht wieder jemand angegriffen fühlt, ich meine niemanden aus meinem Freundschaftskreis.

    Neulichs ein Abend mit meinem TV ich nenne ihn Bernd. Bernd hat so einiges interessantes und weniger interessantes von sich gegeben und dann spuckte er tatsächlich das aus: "Ticket zum Mars ohne Wiederkehr" Wie genial, dachte ich bloß. Wenn ich eine noch so kleine Chance hätte so ein Ticket zu ergattern, würde ich diese ergreifen, denn das große Problem welches die Wissenschaftler sehen ist das Nicht wieder heim kehren. ACHTUNG! ACHTUNG! Ich melde mich freiwillig . :D Ich rede lieber mit den kleinen, weltbekannten, grünen Marsmännlein als mein Handy noch einmal bimmeln zu hören udn diese ein, zwei nr zu sehen.

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